Der Jobton mit Michael Härtel

Bild und Interview: Tarek Lababidi

Michael Härtel vom Bundesinstitut für Berufsbildung spricht über Digitalisierung in der Berufsausbildung. Weiterhin eine Herausforderung besteht darin, wie die neuen Prozessinnovationen endlich ihren Weg in die Fläche finden, damit möglichst viele Betriebe erreicht werden. Mit dem Pilotangebot MIKA (Medien und IT-Kompetenz für Ausbildungspersonal) wird aktuell ein neues, vielversprechendes Konzept entwickelt. In Zusammenarbeit mit den Kammern sollen davon schon bald – ab dem kommenden Jahr – Ausbildungsunternehmen profitieren. Für Arbeitgeber ist neben der Digitalisierung auch die Nachhaltigkeit ein wachsender Faktor, um für junge Menschen attraktiv zu sein.

Mehr zum Thema:
www.qualifizierungdigital.de
www.foraus.de

Der Jobton mit Detlef Tanne

Bild und Interview: Tarek Lababidi

Digitalisierung ist nichts was man kaufen kann, sagt Detlef Tanne von der Nachwuchsstiftung Maschinenbau. Der Projektleiter von „NRWgoes.digital“ beschreibt im Interview mit Tarek Lababidi außerdem die Rolle des Ausbildenden als Moderator und beobachtet, was Auszubildende motiviert. Durch konkrete Anreize und Mitgestaltungsmöglichkeiten entwickeln sie, auch bei komplexen Inhalten, ein besonderes Interesse am Lernen und zeigen, dass sie zu Höchstleistungen fähig sind.

Weitere Informationen:
https://www.nachwuchsstiftung-maschinenbau.de/ausbildung-40/nrwgoesdigital.html

Tagesworkshop „Erklären leicht gemacht“

Zusammen mit der IQ Servicestelle „Vielfalt in der Arbeitswelt“ Westmecklenburg der VSP gGmbH laden wir Sie herzlich im Rahmen unseres Arbeitskreises Personalwesen zum Tagesworkshop „Erklären leicht gemacht“ ein:

Mittwoch, den 25.3.2020 von 9 – 15.30 Uhr (Mittag Selbstzahler)
saz – Schweriner Aus- und Weiterbildungszentrum e.V., Haus 5, Ziegeleiweg 7, 19057 Schwerin

Workshop-Programm:
Abläufe erklären und Aufgaben formulieren, gehört für Anleiter*innen und Führungskräfte zum Tagesgeschäft. Für die Mitarbeitenden ist es jedoch nicht immer leicht, diese Informationen aufzunehmen, gerade wenn Sprachbarrieren oder andere Verständigungslücken bestehen. Hierbei kann es hilfreich sein, bewusst einfach zu sprechen und bei Erklärungen grafische Elemente einzusetzen. So können auch komplexe Inhalte strukturiert und verständlich vermittelt werden. Wir laden Sie ein, einfache Sprache und Visualisierung als Kommunikationsmittel kennenzulernen und Anregungen für Ihren Berufsalltag mitzunehmen. Lernen Sie u.a., wie Sie:

• klar und einfach formulieren
• Verständnis im Gespräch sichern
• komplexe Schrittfolgen und Zusammenhänge grafisch darstellen können.

Die Referent*innen sind Kathleen Löpke und Felix Block von der IQ Servicestelle „Vielfalt in der Arbeitswelt“ Westmecklenburg (VSP gGmbH). Anja Kirchner vom Projekt „vierpunkteins – Digitales Lernen in der Aus- und Weiterbildung“ wird Tipps geben, welche digitalen Tools unterstützend eingesetzt werden können.


Die Veranstaltung ist kostenfrei und ist auf max. 12 Personen begrenzt. Anmeldung bis 18.3.2020 bei Anja Kirchner unter kirchner@uv-mv.de oder telefonisch unter 0385 | 569 333.

Lernen in Zeiten raschen Wandels

Recruiting und Weiterbildung müssen sich in Zeiten der Digitalisierung weiterentwickeln. Sowohl Unternehmen als auch die Mitarbeiter selbst stehen hier vor großen Herausforderungen. Welche Ansätze die DATEV eG in diesen Bereichen verfolgt und wie Recruiter die Lernkompetenzen potenzieller Mitarbeiter abfragen, erläutert Dr. Simone Wanken vom Learning Department der DATEV eG im Learning-Insights-Interview mit Dr. Peter Littig.

Und Action! vierpunkteins bildet erste Bildungsinfluencer aus

Cluster MV – Wer träumt eigentlich nicht heimlich von einer Youtube-Karriere? Bildungsinfluencer sind noch rar in der bunten Influencer-Welt. Wir trafen uns daher gestern zu unserem ersten Video-Workshop im Bildungs- und Technologiezentrum bei der Handwerkskammer Schwerin. Mit dabei war Video-Experte Alexander Schult vom Lichtspiel – Medienproduktion & Bildung und führte mit Witz und Charme durch den Tag.

Muss es die professionelle Ausrüstung sein oder reicht gar ein Smartphone zum Videodreh? Eine klare Antwort gibt es dazu nicht. Abhängig von Zielgruppe, Lerninhalt, Zeit und eigenem Qualitätsanspruch gibt es verschiedene Möglichkeiten, Wissen zu vermitteln. Das wichtigste beim Videodreh ist die Idee. Man kennt es von sich selbst am besten, wann schaltet man nicht ab? Wenn etwas Lustiges, Spannendes oder Originelles passiert. Daher steht Drehbuch schreiben an erster Stelle. Grundkenntnisse in Film- und Schnitttechnicken, Ton und Beleuchtung sind ebenfalls hilfreich – und dann kann es auch schon losgehen mit der Videoproduktion. Dank Alexander Schult gab es wertvolle Profi-Tipps on topp. Unser erstes eigenes Video hatten wir somit in zwei Stunden fertig gescripted, gefilmt und geschnitten im Kasten. 

Wer ebenfalls Bildungsinfluencer werden möchte, kann sich gerne bei Anja Kirchner unter kirchner@uv-mv.de melden. Es sind weitere Video-Workshops geplant.


Das vierpunkteins-Team in Mecklenburg-Vorpommern mit neuer tatkräftiger Unterstützung

Foto: Lisa Gohl

Lisa Gohl ist seit dem 1. Oktober 2019 neu im Team vierpunkteins als Elternzeitvertretung für Julia Jenzen und arbeitet gemeinsam mit Anja Kirchner branchenübergreifend an der Digitalisierung in der Aus- und Weiterbildung in der Region Mecklenburg-Vorpommern. Sie hat sowohl ihren Bachelor, als auch
ihren Master im Bereich Wirtschaftspädagogik mit
betriebspädagogischem Schwerpunkt an der Universität Rostock absolviert, wo sie neben ihrem Studium bereits in einem Weiterbildungsprojekt des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Gründungspädagogik gearbeitet hat. Nicht zuletzt deswegen ist ihre Leidenschaft für die betriebliche Aus- und Weiterbildung zusehends gewachsen, die sie nun im Projekt vierpunkteins  weiter verwirklichen möchte.

Was sind Qualitätsstandards für das Lernen mit digitalen Technologien?

Betriebe, die ihre Mitarbeitenden qualifizieren wollen, damit sie „fit für die Digitalisierung“ sind, fragen sich zurecht, was in schnelllebigen Zeiten und einem rasanten technologischen Wandel eigentlich Standards ausmachen.

Diese Frage ist auf den ersten Blick nicht leicht zu beantworten. Vierpunkteins hat sich in der Literatur ein Bild dazu gemacht und diese mit den Erfahrungen aus den Aus- und Weiterbildungskontexten in den drei Regionalclustern verknüpft. Herausgekommen ist hierbei eine erste Annäherung an den Gegenstand. Dabei fällt auf, dass

  • die klassische Methodenkompetenz und Problemlösungsfähigkeit in den meisten Fällen zunächst die Grundlage für digitales Knowhow darstellt.
  • die Medienkompetenz (Auswahl, Anwendung, Erstellung und Reflexion von Medien) eine konkretere Basis dafür bietet, was wir uns unter digital gestütztem Lernen vorstellen – hierbei spielt auch unsere Kultur der Kommunikation eine tragende Rolle.
  • Qualitätsstandards für digitale Lernsettings zwar daraus ableitbar sind, sie sind aber stets im Kontext der jeweiligen Anwendungsbereiche und vor dem Hintergrund der individuellen Lernpräferenzen sowie didaktischen und technischen Ressourcen zu betrachten.

Insofern ist uns „nur“ eine Annäherung möglich und für die Aus- und Weiterbildungspraxis sehr hilfreich. Eine eindeutige Definition der Qualitätsstandards für digital unterstützte Lernprozesse – mit einer Gültigkeitsdauer von 10 Jahren plus – kann uns hingegen nicht vollständig gelingen. Wir blicken retrospektiv auf das Thema und greifen auf unsere Erfahrungswerte zurück.

Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn
Beim Lernen mit digitalen Medien können theoretische Grundannahmen sowohl aus dem Behaviourismus (Reiz-Reaktionsschema), als auch aus dem Kognitiivismus (Aufnahme, Verarbeitung, Verstehen und Erinnerung von Informationen) sowie dem Konstruktivismus (Schaffung subjektiver Realitäten) nebeneinander stehen und jeweils für sich nützlich sein. Die persönlichen Lernerfolge sind oftmals abhängig von der Qualität der Interaktion und Beziehung zwischen Lernenden und Lehrenden. Insofern können der lernpsychologische Zugang und die Methodenwahl variabel sein.

Theorie-Praxis-Transfer
Wesentliche Bedingung für eine weitere Einordnung bzw. Konkretisierung sind der permamente Austausch und der Transfer zwischen Akteuren der Berufsbildung in Praxis und Wissenschaft. Für die Entwicklung der Transferstellen haben wir in einem 3-seitigen Paper Merkmale wie Beispiele zusammengefasst, um den Diskurs über Qualitätsstandards  beim digital gestützten Lernen voran zu bringen.

Hier geht’s zum Paper
1.5 Qualitätsstandards für digitales Lernen

Tarek Lababidi & Samia El Baghdadi

Motto: Selbermachen statt konsumieren – Ein Medien-Trainingsprogramm für Azubis

Das IMBSE plant für das Frühjahr 2020 ein Medienkompetenztraining für insgesamt 30 Auszubildende verschiedener Berufe in vier Modulen.
Die Azubis werden angeregt und angeleitet, Medienbeiträge selbst zu produzieren und die Konsumentenperspektive zu „verlassen“. Beim Coding (Modul 1) lernen sie mit spartanischen Mitteln und anhand von Objekten, wie das Programmieren funktioniert. In Anlehnung an die aufblühende Maker-Szene, trainieren sie hierbei das individuelle Problemlöseverhalten und transferieren die Arbeitsprozesse in die Themenwelt von Betrieb und Berufsausbildung. Mit dem Smartphone und interessanten Apps kleine Filme zu drehen, beinhaltet Modul 2. Welche kreativen Möglichkeiten ein Greenscreen und der Einsatz von Software bietet, ist Inhalt von Modul 3. Im vierten Modul erhalten die jungen Erwachsenen einen Einblick in die Podcastologie und erstellen eigene Audiobeiträge. Von der Erweiterung der Medienskills können auch die Unternehmen profitieren. Wir freuen uns schon auf das Training.

Frauen im Handwerk

So lautet der Titel einer Werkstattreihe aus dem Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein. Vierpunkteins kooperiert im Rahmen von insgesamt drei Workshops mit dem Kompetenzzentrum, in denen es um die digitale Außendarstellung geht.
Wie gelingt es uns, einen kleinen Imagefilm über den Arbeitskontext oder den eigenen Betrieb aus eigener Hand zu produzieren? Ende November ging es im ersten Teil beim IMBSE in Moers zunächst um die Basics der Storyboard-Entwicklung, kreative Ideenfindung und das Sprech- und Stimmtraining vor laufender Kamera. Am 13. Januar bringen die Fachfrauen dann ihre Ideen mit in den D.A.V.I.T.-Workshop, wo sie das mobile Produktionsstudio kennen lernen und praktisch ausprobieren. Ausgestattet mit dem Wissen über die Anwendungsoptionen und einem eigenen Storyboard, erstellen die Teilnehmerinnen der Werkstattreihe „Frauen im Handwerk“ nun ihren Imagefilm. Im dritten und letzten Teil, ein paar Monate später, soll es dann gemütlich werden- Unter dem Claim „Kleines Kino im Handwerk“ treffen sich alle Protagonist*innen zum gemeinsamen Filmeschauen.

Was beeinflusst den Lernerfolg in der beruflichen Weiterbildung?

Bei vierpunkteins ist es unser Ziel, das digitale Lernen in beruflicher Aus- und Weiterbildung zu fördern. Aber wie können Lerner überhaupt dazu motiviert werden, sich neu gelerntes Wissen auch langfristig anzueignen? Sind Auswahl und Gestaltung des Lernformats hier ausschlaggebend? E-Learning Experte Wolfgang Reichelt von DEKRA Media erklärt, weshalb Lerner manchmal sogar schlecht gemachte Inhalte einem Medienfeuerwerk vorziehen und warum das Vergessen mitunter sogar sinnvoll ist: