von A bis Z

Eine Menge Fachbegriffe kursieren, nicht alle sind uns immer geläufig. Was hinter den Schlagwörtern steckt erfahren Sie in unserer Auswahl:

Algorithmus
Ein Algorithmus ist ein Verfahren zur Lösung eines mathematischen Problems. Durch die Implementierung von Algorithmen in Programmcodes können Computer in die Lage versetzt werden, Lösungen für bestimmte Problemstellungen zu berechnen, so etwa bei der Verarbeitung von Big Data zu Smart Data.

App
App ist die Abkürzung des englischen Begriffs Application. Damit ist eine Anwendungssoftware gemeint, also ein ausführbares Programm, das eine mehr oder minder nützliche Funktion erfüllt, aber nicht relevant für das Funktionieren eines ganzen Systems selbst ist. Mittels einer oder mehrerer Apps kann der Funktionsumfang eines Gerätes erweitert werden.

Assistenz-/Tutorensysteme
Digitale Assistenz- bzw. Tutorensysteme liefern dem Nutzer – über Displays, mobile Geräte wie Tablets und Smartphones oder über Datenbrillen – situationsabhängig zusätzliche Informationen zu einem Prozess oder Produkt und können zur Anleitung, technischen Unterstützung oder auch zur Weiterbildung im Arbeitsprozess eingesetzt werden. Intelligente Assistenzsysteme „lernen“ dabei aus bereits erfolgten Abläufen mit individuellen Nutzern. Auch außerhalb von Arbeitsprozessen kommen digitale Assistenzsysteme für Verbraucher in wachsendem Umfang zum Einsatz.

Augmented Reality
Augmented Reality beschreibt eine computergestützte Verknüpfung der realen mit der virtuellen Welt. Dabei wird die gerade betrachtete Umgebung über digitale Anwendungen in Echtzeit mit Textinformationen und Grafiken unterlegt. Die Technologie ermöglicht so beispielsweise auch eine ins Sichtfeld eingeblendete Navigation oder die Aufnahme von Bildern und Videos.

Automatisierung
Software-Lösungen, die komplexe Algorithmen ausführen, und untereinander vernetzte Fertigungsmaschinen mit leistungsstarker Computertechnologie lassen den Automatisierungsgrad weiter steigen. Obwohl technologische Innovationen in der Vergangenheit auf kürzere Sicht immer wieder Tätigkeiten in großem Umfang haben weggefallen lassen, haben sie langfristig auch neue Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen.

Avatar-Coaching
Beim Avatar-Coaching schlüpfen die Kommunikationspartner in künstliche Figuren und befinden sich in einer virtuellen Umgebung. Die Kommunikation erfolgt über Telefonie, Textbotschaften, Körpersprache sowie über eine Medienboard. Beim virtuellen Coaching entstehen keine Fahrtkosten und Reisezeiten, außerdem wirkt es in der Regel länger und nachhaltiger.

Big Data
Big Data bezeichnet die Sammlung, Verarbeitung und Analyse großer, komplexer Mengen computergenerierter Daten – individualisierte, personenbezogene ebenso wie öffentliche und geostationäre. Für ihre Speicherung, Auswertung und Weiterverarbeitung sind neue technische Tools erforderlich. Big Data gilt branchenübergreifend als Quell neuer Wertschöpfung.

Building Information Modelling (BIM)
BIM ist eine Planungsmethode im Bauwesen, die die Erzeugung und die Verwaltung von digitalen virtuellen Darstellungen der physikalischen und funktionalen Eigenschaften eines Bauwerks beinhaltet, jedoch keine Software. Software kann immer nur BIM-fähig sein. Die Bauwerksmodelle stellen dabei eine Informationsdatenbank rund um das Bauwerk dar, um eine verlässliche Quelle für Entscheidungen während des gesamten Lebenszyklus zu bieten; von der ersten Vorplanung bis zum Rückbau. Dank Interoperabilität verschiedener Technologie-Plattformen, erlaubt BIM es allen Beteiligten, zur gleichen Zeit auf die gleichen Informationen zuzugreifen.

Blended Learning
Beim Blended Learning (aus dem englischen „to blend“ = vermischen) werden klassische, mit physischer Präsenz verbundene Lehrelemente verknüpft mit Elementen des Selbstlernens, unter Nutzung elektronischer Hilfsmittel wie z. B. internetbasierter Tutorien („E-Learning“). Im Deutschen wird auch vom „integrierten Lernen“ gesprochen.

Cloud-Technologien
Cloud-Technologien erlauben es, über das Internet von jedem Ort aus auf zentral gespeicherte Daten eines Prozesses zuzugreifen und diese Daten auch mittels bereitgestellter Verarbeitungs- und Analysesoftware zu bearbeiten.

Co-Working-Space
Räumlichkeit, in der verschiedene unabhängige Organisationen oder Freiberufler zusammen an einem Ort arbeiten können. Die Arbeitsplätze und vorhandene Infrastruktur werden dabei auf eine bestimmte Zeit gemietet.

Cyber-physische Systeme
Systeme aus miteinander vernetzten Geräten, Maschinen und beweglichen Gegenständen, die mit Hilfe von IT und kontinuierlichem Datenaustausch gesteuert werden. Geräte und Objekte sind umfassend mit Sensoren ausgestattet, die fortwährend Daten über Zustand, Standort, Prozessfortschritt, aber auch Nutzungsverhalten, produzieren. Durch die Vernetzung können Planung und Steuerung von Fertigungs- und Logistik-Prozessen automatisiert und autonomisiert werden.

Design-Thinking
Design Thinking beschreibt einen Ansatz des teambasierten kreativen Problemlösens, welcher durch einen starken Fokus auf die Bedürfnisse der zukünftigen Nutzer der zu entwickelnden Lösung, ein iteratives Vorgehen sowie hohe Interdisziplinarität gekennzeichnet ist. Der Begriff erklärt sich dadurch, dass das Vorgehen an die Arbeitsweise von (Industrie-)Designern angelehnt ist.

Dienstleistungen on demand
Dienstleistungen für private Verbraucher wie auch Unternehmenskunden werden inzwischen verstärkt über Online-Plattformen angeboten und vermittelt, die dafür eine Vermittlungsgebühr erheben. Beobachter sehen eine neue und hochflexible „On Demand-Economy“ im Entstehen begriffen, welche durch neue technische Möglichkeiten die direkte Erbringung von individualisierten Dienstleistungen ermöglicht.

Digitalisierung der Arbeit
Der Begriff Digitalisierung bezeichnet den digitalen Wandel der Arbeitswelt durch den vermehrten Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechnologien. Die Veränderungen betreffen sowohl die Struktur und Organisation von Arbeit als auch die Anforderungen an die Beschäftigten. Erste Anzeichen dafür sind etwa die Verschiebung von der Präsenzpflicht hin zur Ergebnisorientierung, das Verschwimmen der Grenzen von Privat- und Berufsleben, neue Berufsprofile und erhöhte Anforderungen an das Selbst- und Zeitmanagement des Individuums.

Digital Literacy
Digital Literacy sind die Kenntnisse und Kompetenzen, die im Umgang mit neuen technischen Geräten und den damit gebildeten Informations- und Kommunikationsnetzwerken benötigt werden.

Digital Native
Digital Natives meint die Generation, die mit digitalen Technologien vertraut ist, weil sie mit diesen aufgewachsen ist.

Digitale Agenda
Maßnahmenkatalog der Bundesregierung, um die politisch-rechtlichen Grundlagen für den digitalen Wandel am Standort Deutschland zu schaffen und die Digitalisierung in Gesellschaft und Wirtschaft zu verankern. Die Maßnahmen zielen u.a. auf Wachstum und Beschäftigung (Digitale Wertschöpfung und Vernetzung), Vertrauen und Sicherheit (Informationstechnik) sowie Zugang und Teilhabe (Internet, Medien- und Technologiekompetenz).

Digitaler Wandel
Mit dem Begriff „Digitaler Wandel“ werden Veränderungen zusammengefasst, die auf Basis einer schnellen und breiten Adaption neuer Informations- und Kommunikationstechnologien in Wirtschaft und Gesellschaft realisiert werden können. Sie haben jeweils für sich und erst recht in Wechselwirkung miteinander ein großes Potenzial, die Art und Weise, wie wir wirtschaften und arbeiten, grundlegend zu beeinflussen.

Disruptive Geschäftsmodelle
Verdrängung etablierter Geschäftsmodelle durch neue, digitale Alternativen. Aus einem Nischenprodukt entwickelt sich ein Standard, der die Umstrukturierung und Neuausrichtung einer ganzen Branche zufolge haben kann. Beispiel hierfür sind Modelle, die physische Aktivitäten vermehrt in das Internet verlagern, wie Online-Shopping-Portale.

E-Commerce
Der E-Commerce, also der Online-Handel, erlebt seit den späten 1990er-Jahren einen anhaltenden Boom. Angesichts von immer populäreren Curated-Shopping-Portalen gewinnt der Vertrieb von Waren über das Internet eine neue Dynamik. Passgenauere Lösungen werden durch gezielte Datenfreigabe und die „Voraussage“ von Nutzerwünschen über Big-Data-Analysen möglich.

Easy Economy
Konzept, das auf die Entbindung der Arbeitstätigkeit vom festen Arbeitsplatz abzielt. Aufgrund der technischen Möglichkeiten durch Digitalisierung im Büroalltag ist die physische Anwesenheit und fest eingeteilte Arbeitszeit nicht mehr notwendig.

Generation Y
Mit der Bezeichnung „Generation Y“ – im Englischen ausgesprochen wie „why“ (= warum) – ist die zwischen 1985 und 2000 geborene Bevölkerungskohorte gemeint. Den Mitgliedern der Generation Y wird zugeschrieben, dass ihnen die Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit sowie die Vereinbarkeit von Arbeit und Leben deutlich wichtiger sind als älteren Generationen.

Industrie 4.0
Das Schlagwort „Industrie 4.0“ beschreibt einen Umbruch im produzierenden Sektor. Leitbild der Industrie 4.0 ist eine hochautomatisierte und vernetzte industrielle Produktions- und Logistikkette. Dabei verschmelzen virtuelle und reale Prozesse auf der Basis sogenannter cyberphysischer Systeme. Dies ermöglicht eine hocheffiziente und hochflexible Produktion, die Kundenwünsche in Echtzeit integriert und eine Vielzahl von Produktvarianten ermöglicht.

Intelligente Fabrik/Smart Factory
Begriff, der einen Produktionsablauf bezeichnet, in dem die beteiligten Maschinen untereinander vernetzt sind und miteinander kommunizieren, sodass keine menschliche Steuerung mehr erforderlich ist. Basis hierfür sind sog. cyber-physische Systeme, in denen virtuelle und reale Prozesse miteinander verschmelzen. Bisher sind Smart Factories Zukunftsvisionen, werden aber als Modellfabriken getestet. Technische Grundlage sind „Embedded Systems“, in Geräte eingearbeitete Computersysteme, die für nur eine Aufgabe programmiert und schon heute im Alltag aufzufinden sind: Handys, Laserdrucker oder Herzschrittmacher.

Intelligente technische Systeme
Systeme, die mit der Umwelt interagieren, unerwartete Situationen bewältigen, Einflüssen vorausschauen und mit dem Benutzer interagieren können. Aktuell wird diese Technik in dem Projekt ‚it’s OWL (Intelligent Technical Systems OstWestfalenLippe)‘ entwickelt und getestet.

Internet der Dinge
Längst werden nicht mehr nur Menschen, sondern auch Gegenstände mit dem Internet und untereinander vernetzt. Letzteres wird mit dem Begriff Internet der Dinge bezeichnet. Gemeint sind nicht nur IT-Hardware wie Computer und Handys, sondern sämtlichen denkbaren Geräte und Systeme, ganz gleich ob Automaten, Industrieanlagen, medizinische Apparaturen, Fahrzeuge oder ganze Gebäude. All das wird künftig mit dem Internet verbunden sein.

Konnektivität
Konnektivität ist die Vernetzungsfähigkeit von elektronischen Produkten beziehungsweise die elektronische Vernetzung von Personen, Unternehmen und Staaten. Um das Ergebnis der allgemeinen Verkabelung – die vernetzte Welt – zu bezeichnen, greifen einige angelsächsische Autoren auf das ältere Wort Connexity zurück.

Künstliche Intelligenz
Künstliche Intelligenz bezeichnet ein Teilgebiet der Informatik. Im Zentrum steht die Entwicklung von Programmen und Maschinen, welche in bestimmten Teilbereichen (z. B. Erkennung von Bildern und Sprache) die Leistungsfähigkeit menschlicher Intelligenz aufweisen. Diese Leistungsfähigkeit beruht unter anderem auf dem sogenannten „maschinellen Lernen“. Hierbei lernen Programme und Maschinen aus vorgegebenen Beispielen und leiten aus großen Mengen unsortierter Daten zu verallgemeinernde Regeln ab.

Predicted Analtics
Predictive Analytics beschreibt die Auswertung und Vorausberechnung des datenbasierten Verhaltens im Netz mithilfe selbstlernender Algorithmen. In Zukunft werden semantische Auswertungen mithilfe einer Metadatenebene dabei helfen, noch präzisere Aussagen aus den Daten abzuleiten.

Prosument
Die englischen Kunstbegriffe „prosumer“ bzw. „prosumption“ beschreiben das Phänomen, dass Verbraucher unter Nutzung digitaler Medien unmittelbar in Produktionsprozesse einbezogen werden können.

Real-Digital
On- und Offline-Welt verschmelzen immer stärker und gehen vielfältige Verbindungen ein. Über sogenannte „Augmented Reality“-Software wird der Blick durch eine Handykamera in Echtzeit mit zusätzlichen Informationen überlagert, die scheinbar Teil des realen Objektes sind. Technische Geräte erschaffen somit eine Ebene, die quasi „über die Realität“ gelegt wird und diese um eine digitale erweitert. Projekte wie „Google Glass“ lassen den nächsten Schritt erahnen: Augmented Reality löst sich von der Smartphone-Hardware.

Scrum
Scrum ist ein Konzept für das Management von Projekten im Team, das in den 1990er Jahren in der IT-Branche (Softwareentwicklung) entstand und zunehmend auch in anderen Branchen in der Projektentwicklung eingesetzt wird. Kernmerkmale von Scrum sind die Selbstorganisation der Projektteams und die regelmäßige Überprüfung von Zwischenergebnissen, gegebenenfalls gefolgt von einer dynamischen Anpassung der Prozessplanung.

Smart Data
Die von Milliarden Geräten, Maschinen und Systemen im Internet der Dinge generierten Daten (Big Data) können mit Hilfe intelligenter Software analysiert, verknüpft und interpretiert werden. Die auf diese Weise verarbeiteten Daten werden als „Smart Data“ bezeichnet und sind ihrerseits die Grundlage für die Entwicklung von Smart Services.

Smart Devices
Unter Smart Devices werden Technologien verstanden, die teilweise autonom handeln. Smartphones, Tablets oder andere Geräte, die automatisch GPS-Signale suchen, sind nur der Anfang. Solche Geräte sind auch deshalb smart, weil sie oft mit einer Stimmerkennung ausgestattet und zur Videokommunikation geeignet sind. Sie sind kabellos und immer vernetzt.

Smart Services
Die Grenzen zwischen Dienstleistern und Herstellern von Produkten verschwinden zunehmend. Smart Services knüpfen an den Verkauf eines Produkts an (oder machen diesen z. T. auch im Rahmen von Leasing-/Nutzungsmodellen überflüssig) und bieten an das Produkt gekoppelte ergänzende Dienstleistungen an, die insbesondere aus der Auswertung der Nutzungsdaten generiert werden können (z. B. intelligente vorausschauende Wartung von Maschinen).

Usability
Benutzerfreundlichkeit

Virtual Reality
Als virtuelle Realität, kurz VR, bezeichnet man die Darstellung sowie die gleichzeitige dabei stattfindende Wahrnehmung der Wirklichkeit in einer in Echtzeit computergenerierten, interaktiven virtuellen Umgebung. Der Begriff erschien erstmals 1982 im Sience-Ficiton Roman The Judas Mandala. Der Autor des Romans war Damien Broderick. Als Mixed reality hingegen werden Systeme bezeichnet, die die tatsächliche, physische Welt mit einer virtuellen Realität verbinden.

Zeitsouveränität
Im Allgemeinen wird unter Zeitsouveränität die selbstbestimmte Verwendung der eigenen Zeit verstanden. Im engeren Sinne bezeichnet der Begriff „Zeitsouveränität“ die Möglichkeit, Dauer und Lage der eigenen Arbeitszeit selbst zu bestimmen.

 

Quellen:
http://www.zukunftsinstitut.de
http://www.arbeitenviernull.de/

Homepage


http://www.onpulson.de